NEWS & ACTIVITIES
Im brutkasten-Video-Talk diskutieren Ärztin und Adipositastrainerin Bianca Itariu, SVS-Generaldirektor Alexander Biach, Mario Haller, CEO von Eli Lilly and Company Österreich, und der Physiker Werner Gruber über die Volkskrankheit Adipositas. Dabei steht im Zentrum, warum starkes Übergewicht nicht bloß auf mangelnde Disziplin zurückzuführen ist, sondern eine chronische, neurobiologische Erkrankung ist und weshalb herkömmliche Diäten ab einem gewissen Punkt oft wirkungslos bleiben. Die Expert:innenrunde beleuchtet zudem die gesellschaftliche Stigmatisierung Betroffener und die medizinische Einordnung jenseits des reinen Body Mass Index (BMI).
Neben den medizinischen Hintergründen thematisiert das Gespräch die enormen volkswirtschaftlichen Kosten durch Krankenstände und Folgeerkrankungen sowie die Debatte um Prävention versus akute Therapie. Es wird erörtert, welche Rolle Innovationen wie neue Medikamente oder Operationen spielen und wo das österreichische Gesundheitssystem bei der Erstattung und Versorgung aktuell an seine Grenzen stößt. Zudem wird behandelt, wie digitale Lösungen und ein Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Medizin die Situation verbessern könnten.
Schau gerne rein: Vom Stigma zur Therapie: Innovationen gegen Adipositas
Österreichs Fußballlegende macht auf eine der größten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit aufmerksam!
WIEN, 27. Oktober 2025: Fußballlegende Toni Polster widmet sich einem Thema, das Millionen Menschen betrifft, aber dennoch oft verschwiegen wird: Adipositas. Im Rahmen eines Kampagnendrehs für Lilly Österreich spricht er offen über Gesundheit, Gewicht und die Bedeutung eines bewussten Lebensstils. Themen, die ihn seit seiner aktiven Sportlerzeit begleiten. „Ich habe gar nicht gewusst, wie ernst das wirklich ist. Adipositas ist keine Frage von Willensstärke, sondern eine Krankheit mit schweren Folgen für viele Menschen. Wir dürfen niemanden dafür verurteilen, sondern müssen helfen und Verständnis zeigen“, sagt Polster anlässlich der Dreharbeiten in Wien.
Mit dieser von Lilly initiierten Kampagne soll das Bewusstsein geschärft werden, dass Adipositas eine ernste, voranschreitende und chronische Erkrankung ist, die einer medizinischen Versorgung bedarf. Vor allem muss die Gesellschaft besser über die gesundheitlichen Risiken von Adipositas informiert werden. Zugleich gilt es, Vorurteile abzubauen und die wirtschaftlichen sowie sozialen Folgen aufzuzeigen. „Adipositas betrifft viel mehr Menschen, als man denkt. Diese Betroffenen brauchen Perspektiven und keine Stigmatisierung, da sind wir als Gesellschaft gefordert. Toni Polster unterstützt uns dabei, aufzuklären und zu zeigen, dass Adipositas eine ernstzunehmende Krankheit mit mehr als 200 Folgeerkrankungen ist. Unser Ziel ist es, genau dieses Wissen zu vermitteln, Mut zu machen und Betroffenen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen!“, unterstreicht Mario Haller, Geschäftsführer von Lilly Österreich.
Factbox Adipositas in Österreich:
• In Österreich sind aktuell rund 41 % der Männer und 27 % der Frauen übergewichtig (BMI≥ 25 kg/m2) und 18 % bzw. 15 % sind von Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m²) betroffen1, Tendenz steigend.
• Das entspricht etwa 1,2 Mio. Erwachsenen in Österreich mit Adipositas.
• Adipositas wird in Österreich mit etwa 8 % aller Todesfälle in Zusammenhang gebracht2.
• Ökonomisch verursacht Adipositas beträchtliche Kosten: z. B. rund € 480
Mio. arbeitsmarktbedingte Ausfälle jährlich2.
Über Lilly
Lilly verbindet Fürsorge mit Forschergeist, um Medikamente zu entwickeln, die das Leben von Menschen verbessern. Seit fast 150 Jahren leisten wir Pionierarbeit, erzielen wissenschaftliche Durchbrüche und haben Therapieoptionen für einige der schwierigsten Gesundheitsprobleme gefunden. Heute helfen unsere Medikamente Millionen von Menschen auf der ganzen Welt.
Mit Erkenntnissen aus den Bereichen Biotechnologie, Chemie und Genetik treiben unsere Wissenschaftler:innen neue Entdeckungen voran, um einige der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Welt zu lösen. So arbeiten sie daran, die Behandlung von Diabetes immer weiter zu optimieren, Adipositas zu behandeln und deren gravierende Langzeitfolgen einzudämmen, den Kampf gegen Alzheimer-Demenz voranzubringen, Lösungen für folgen-schwere Störungen des Immunsystems zu finden und schwer zu behandelnde Krebsarten in beherrschbare Krankheiten zu verwandeln.
Bei jedem Schritt auf dem Weg zu einer gesünderen Welt geht es uns vor allem um eines: das Leben von Millionen Menschen zu verbessern. Das bedeutet auch, dass wir klinische Studien durchführen, die die Vielfalt unserer Welt abbilden. Und wir setzen uns dafür ein, dass unsere Medikamente weltweit zugänglich und bezahlbar sind.
Weitere Informationen über Lilly Österreich finden Sie hier:
- https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/gesundheit/gesundheitsverhalten/uebergewicht-und-adipositas (aufgerufen am 11.11. 2025)
- https://www.ihs.ac.at/current/media/press-releases/adipositas-verursacht-bereits-8-aller-todesfaelle-in-oesterreich-tendenz-steigend/ (aufgerufen am 11.11.2025)
PP-LD-AT-0107, November 2025
Zum Abschluss des Alzheimer-Monats. Wir sprechen öffentlich zu oft über Demenz im Kontext von Pflege und Überlastung – wenn es längst zu spät ist. Nur wer früh Bescheid weiß, kann handeln und gestalten – medizinisch, organisatorisch, emotional.
29.09.2025 Mario Haller, Lilly Österreich erschienen in Die Presse
Alzheimer ist mehr als ein medizinischer Befund. Wer diese Diagnose erhält, steht nicht nur vor einer Behandlung, sondern vor einer Neudefinition des eigenen Lebens – und des Zusammenlebens. Mit dem allmählichen Entgleiten des Ichs verändert sich auch das Wir. Beziehungen, Rollen, Verantwortung müssen neu gedacht werden. Diese Veränderung ist schmerzhaft – aber sie birgt auch eine Chance.
Noch immer gilt Alzheimer als langsames Abdriften ins Dunkel. Dabei beginnt es viel früher – mit feinen Rissen im Alltag, mit kleinen Irritationen im Gespräch, mit Momenten emotionaler Abwesenheit. Und oft bleibt das Umfeld zu lang im Zweifel, aus Scham, Unwissenheit oder Angst vor der Wahrheit.
Dabei ist Alzheimer kein Schlussstrich, sondern ein Frühstart. Eine rechtzeitige Diagnose bedeutet Zeit. Zeit für Therapien, die den Verlauf verlangsamen können. Zeit für Gespräche, in denen Fragen erlaubt sind. Zeit, Verantwortung aufzuteilen, statt sie irgendwann hilflos zu schultern. Wer früh Klarheit hat, kann gestalten – medizinisch, organisatorisch, emotional.
Krankheit der Angehörigen
Wir reden öffentlich zu oft über Demenz im Kontext von Pflege und Überlastung – wenn es längst zu spät ist. Denn die eigentliche Entlastung beginnt früher: mit Aufklärung, Beratung und verlässlichen Ansprechstellen. Ein Gespräch mit der Hausärztin, eine erste Einschätzung, ein niedrigschwelliger Zugang zu Fachwissen – das darf nicht vom Zufall abhängen.
Wer Alzheimer nur als Krankheit der Betroffenen begreift, greift zu kurz. Es sind Partner, Kinder, Freunde, die mitbetroffen sind – und oft überfordert. Sie brauchen nicht nur Informationen, sondern echte Unterstützung. Was es dafür braucht? Ein Gesundheitssystem, das nicht auf Versorgung am Ende setzt, sondern auf Begleitung am Anfang. Und eine Gesellschaft, die versteht, dass Demenz kein privates Schicksal ist, sondern eine kollektive Herausforderung.
Denn mit der Diagnose verschieben sich Rollen. Aus der Lebenspartnerin wird eine stille Koordinatorin, aus dem Sohn ein Dolmetscher für Erinnerungslücken. Gespräche verstummen, Routinen werden zu Schutzmechanismen. Doch selbst in dieser neuen Realität kann Nähe entstehen – wenn sie nicht durch Überforderung erdrückt wird.
Die Diagnose Alzheimer ist ein Einschnitt – erschütternd, aber auch klärend. Sie konfrontiert uns mit Fragen, die unbequem sind: Was bedeutet Fürsorge, wenn der andere sich verändert? Wie bleibt Beziehung möglich, wenn Worte fehlen? Wer diese Fragen stellt, erkennt: Es braucht nicht nur Pflege, sondern Präsenz. Und Strukturen, die genau das ermöglichen. Dazu gehört auch Prävention. Ein gesunder Lebensstil, geistige Aktivität, soziale Einbindung – das sind keine Garantien, aber sie können helfen, das Risiko zu senken. Ohne breite Aufklärung bleibt dieses Wissen folgenlos. Organisationen wie Alzheimer Austria oder die Österreichische Alzheimer-Gesellschaft (ÖAG) zeigen, wie es gehen kann: mit Peer-Beratung, Austauschformaten, lokalen Angeboten.
Alzheimer ist keine Randerscheinung. Es ist eine der zentralen sozialen und gesundheitspolitischen Fragen unserer Zeit. Wer darauf nur mit Mitgefühl reagiert, lässt Handlungsspielräume ungenutzt. Es braucht Klartext, Strukturen und die Bereitschaft, Demenz als das zu sehen, was sie ist: ein kollektives Thema, das Nähe neu definiert – und politische Konsequenzen verlangt.
DI Mario Haller ist General Manager beim pharmazeutischen Unternehmen Lilly Österreich. Der September ist der Welt-Alzheimermonat. Der 21. September war der Welt-Alzheimertag.
Veröffentlicht in Die Presse Alzheimer-Prävention: Wenn das Ich entgleitet
PP-AD-AT-0108, November 2025